1.Übersicht #

1.1.Systemvoraussetzungen #

Aufgrund der anspruchsvollen Berechnung des 3D Modells stellt das Modul GP EasyScan erhöhte Voraussetzungen an die Grafikkarte. Aus diesem Grund empfehlen wir neben den Systemvoraussetzungen für den GP Manager zusätzlich mindestens eine der unten aufgeführten Grafikkarten von Nvidia zu nutzen.

Eine langsame Grafikkarte führt zu schlechten 3D Messungen, die im schlimmsten Fall für die weitere Arbeit unbrauchbar sind.

Ausschlaggebend für ein flüssiges/hochwertiges 3D Bild sind die CUDA Cores der Grafikkarte. Deren Takt sollte höher als 200 MHz sein, der Wert lässt sich in den technischen Details der Grafikkarten einsehen.

Aufgrund der benötigten Rechenleistung empfehlen wir allgemein die Nutzung von Desktop PCs.

Desktop PC:

  • GeForce GTX 1080
  • GeForce GTX 1070
  • GeForce GTX 1060
  • GeForce GTX TITAN
  • GeForce GTX 780 Ti
  • GeForce GTX 780
  • GeForce GTX 770
  • GeForce GTX 760
  • GeForce GTX 690
  • GeForce GTX 680
  • GeForce GTX 670
  • GeForce GTX 660Ti
  • GeForce GTX 660
  • GeForce GTX 650 Ti BOOST
  • GeForce GTX 650 Ti
  • GeForce GTX 650
  • GeForce GTX 580
  • GeForce GTX 570
  • GeForce GTX 560 Ti
  • GeForce GTX 560
  • GeForce GTX 550 Ti

Laptop:

  • GeForce GTX 970M
  • GeForce GTX 965M
  • Geforce GTX 880M
  • Geforce GTX 870M
  • Geforce GTX 860M
  • GeForce GTX 780M
  • GeForce GTX 770M
  • GeForce GTX 765M
  • GeForce GTX 760M
  • GeForce GTX 680MX
  • GeForce GTX 680M
  • GeForce GTX 675MX
  • GeForce GTX 675M
  • GeForce GTX 670MX
  • GeForce GTX 670M
  • GeForce GTX 660M

1.2.Software #

Das Modul GP EasyScan dient dazu Trittschäume oder Gipsabdrücke als 3D Modell zu erstellen. Ist das Modul aktiviert und richtig konfiguriert wird auf dem GP Manager Startbildschirm ein Symbol für GP EasyScan angezeigt. Durch einen Klick auf das Symbol wird das Modul GP FussMess mit der Vorauswahl „KinectScan“ gestartet.

Damit das Modul funktioniert muss eine Kinect Kamera an dem Computer installiert sein.

1.3.Hardware #

Die Hardware für GP EasyScan besteht aus einer 3D Kamera, die es dem Computer ermöglicht ein Gegenstand zu vermessen und 3 dimensional darzustellen. Im Moment (Stand 23.02.2016) wird nur die Kinect Kamera von Microsoft unterstützt.

2.Installation #

2.1.Software #

Die Software ist ein Teil des GP Managers und muss von einem GeBioM Mitarbeiter aktiviert werden. Wenn Sie den GP Manager zusammen mit dem Modul GP EasyScan erworben haben, sollte das Modul bereits aktiviert sein.

Haben Sie das Modul GP EasyScan neu erworben, kann das Modul nachträglich in einer Supportsitzung aktiviert werden, hierzu benötigt der Computer eine Internetverbindung.

2.2.Hardware #

Zur Installation der Hardware benötigen Sie das Kinect SDK, sowie das Microsoft Visual Studio Redistributable Pack. Diese beiden Setup Dateien können Sie hier https://gpsupport.de/downloads/ herunterladen.

Die Dateien befinden sich unter „GP Manager Installation\Vcredist„.

Bitte kontaktieren Sie nach der Installation den GeBioM Support, damit dieser Ihnen GP EasyScan für ein optimales Scanergebnis einrichtet.

3.3D Scan erstellen #

Um einen 3D Scan zu erstellen starten Sie den GP Manager. Wählen Sie einen bestehenden Kunden, oder erstellen Sie einen neuen Kunden. Wählen Sie anschließend auf dem Startbildschirm „GP EasyScan“ aus.

Damit gelangen Sie in die Modulansicht von GP EasyScan. Haben Sie bisher noch keinen Scan erstellt, dann sieht die Ansicht anschließend aus wie in Abbildung 1.

Modul-FussMess-übersicht-KinectScan-markiert

Abbildung 1: Modulansicht GP FussMess mit KinectScan

GP EasyScan ist Teil des GP FussMess Moduls, in Abbildung 1 ist deshalb „KinectScan“ ausgewählt. Wenn Sie einen 3D Scan erstellen wollen, achten Sie darauf diese Einstellung nicht zu ändern.

Sie können eine andere Messung wählen, oder eine neue Messung erstellen, indem Sie in Menüleiste auf das „Benutzer“ Symbol klicken.

Kunde-Laden-Anlegen

Abbildung 2: Kundenmessungen anzeigen

Anschließend öffnet sich ein Dialog mit allen Messungen, die für den ausgewählten Kunden vorhanden sind. Außerdem können Sie hier eine neue Messung anlegen (s. Abbildung 3), sowie alte Messungen löschen.

Dialog-Messung-wählen

Abbildung 3: Messung wählen

Durch einen Doppelklick auf eine vorhandene Messung wird diese geladen.

3.1.Trittschäume einscannen #

Stellen Sie die Kinect so auf, dass keine direkte Sonnen- und Lichteinstrahlung vorhanden ist. Um genaue Messungen zu erhalten, sollte die Umgebung vor der Kinect im Abstand von 1,50 m frei von störenden Objekten sein.

Zum einscannen von Trittschäumen gibt es zwei Methoden, sie können für sich die Methode wählen, mit der Sie die besseren Ergebnisse erzielen.

3.1.1.Methode 1: Trittschaum fixiert #

  1. Der Aufbau für den Scan sollte so aussehen wie in Abbildung 4.
    • Stellen Sie den Trittschaum auf eine Erhöhung von ca. 30 cm. Dabei ist zu beachten, dass die Erhöhung den Trittschaum an den Seiten nicht überragt.
    • Der Trittschaum sollte im Umkreis von ca. 50 cm frei auf dem Tisch oder auf dem Boden stehen. Andere Gegenstände könnten die Messungen behindern.
    Aufbau-beschriftet

    Abbildung 4: Trittschaum fixiert

     

  2. Wollen Sie nur einen Trittschaum scannen, stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Seite gewählt haben. Sie können dies an dem roten Rahmen erkennen (siehe Abbildung 1, hier ist die linke Seite gewählt). Sie können die Seite ändern indem Sie:
    • mit der Maus auf die die entsprechende Seite klicken.
    • Sie die Buttons „Links“ oder „Rechts“ anklicken.
    • Um den Scan zu starten wählen Sie anschließend „Scanne Seite
  3. Sie können auch zwei Trittschäume gleichzeitig einscannen, wählen Sie in diesem Fall „Scanne Beide„, in diesem Fall ist es egal welche Seite gewählt ist.
  4. Es öffnet sich das Livebild-Fenster des 3D Scanners. Wichtig: hier ist zu beachten, dass die Ferse nach unten zeigt.

    Scan-Dialog

    Abbildung 5: Scandialog Methode 1

  5. Die Messung beginnt automatisch nach 5 Sekunden und endet ebenfalls automatisch nach weiteren 5 Sekunden.
  6. Zur Verbesserung der Qualität des Scans können Sie den Scanner leicht bewegen, um auch die Randbereiche des Trittschaumes zu erfassen.
  7. Die Messung wird danach automatisch übernommen und ist fertig zur Weiterverarbeitung.
    Fertige-Messungen

    Abbildung 6: Beispiel für eine gute 3D Messung

  8. Ist der Scan abgeschlossen positionieren Sie die Linie für das Ballenmaß und die Fußachse. Klicken Sie anschließend auf „Fußachse senkrecht stellen„.
  9. Sie können die von Ihnen gemessenen Maße für Ballenmaß, Fersenmaß und Spannmaß mit der Messung zusammen angeben. Dies ist vor allem dann interessant, wenn Sie einen Leisten in CAD mit der Messung erstellen wollen.
  10. Sollten Sie Ihre Trittschäume vertauscht einscannen wollen (linker Fuß auf der rechten Seite, rechter Fuß auf der linken Seite) so kontaktieren Sie uns bitte.

3.1.2.Methode 2: Kinect fixiert #

  1. Fixieren Sie die Kamera auf einem Stativ. Danach halten Sie den Trittschaum vor die Kamera in einem Abstand von ca. 40-50 cm. Dabei ist zu beachten, dass der Trittschaum senkrecht vor die Kamera (90°) gehalten wird und dass die Kamera mittig auf den Trittschaum gerichtet ist.
    Aufbau-alternativ-beschriftet

    Abbildung 7: Aufbau – Kinect fixiert

  2.  Wollen Sie nur einen Trittschaum scannen, stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Seite gewählt haben. Sie können dies an dem roten Rahmen erkennen (siehe Abbildung 1, hier ist die linke Seite gewählt). Sie können die Seite ändern indem Sie:
    • mit der Maus auf die die entsprechende Seite klicken.
    • Sie die Buttons „Links“ oder „Rechts“ anklicken.
    • Um den Scan zu starten wählen Sie anschließend „Scanne Seite
  3. Sie können auch zwei Trittschäume gleichzeitig einscannen, wählen Sie in diesem Fall „Scanne Beide„, es egal welche Seite gewählt ist.
  4. Achten Sie darauf, dass Ihr Arm während der Messung hinter dem Trittschaum verschwindet und nur die Hand in der Messung erscheint. Diese beeinflusst die Messung nicht.
  5. Es öffnet sich das Livebild-Fenster des 3D Scanners. Wichtig: hier ist zu beachten, dass die Fersen nach unten zeigen.
    Scan-Dialog-alternativ

    Abbildung 8: Scandialog Methode 2

  6. Die Messung beginnt automatisch nach 5 Sekunden und endet automatisch nach weiteren 5 Sekunden.
  7. Zur Verbesserung der Qualität des Scans können Sie den Schaum leicht bewegen, um auch die Randbereiche des Trittschaumes zu erfassen. Die Messung wird danach automatisch übernommen und ist fertig zur Weiterverarbeitung. Ein Beispiel für einen gutes Scanergebnis können Sie in Abbildung 6 sehen.
  8. Ist der Scan abgeschlossen positionieren Sie die Linie für das Ballenmaß und die Fußachse. Klicken Sie anschließend auf „Fußachse senkrecht stellen„.
  9. Sie können die von Ihnen gemessenen Maße für Ballenmaß, Fersenmaß und Spannmaß mit der Messung zusammen angeben. Dies ist vor allem dann interessant, wenn Sie einen Leisten in CAD mit der Messung erstellen wollen.
  10. Sollten Sie Ihre Trittschäume vertauscht einscannen wollen (linker Fuß auf der rechten Seite, rechter Fuß auf der linken Seite), so kontaktieren Sie uns bitte.

3.1.3.Mögliche Fehler #

1. Methode

  • Abstand zwischen Kamera und Trittschaum zu klein
  • Störende Objekte im Scanbereich
  • Trittschaum liegt nicht gerade
  • Zu schnelle Bewegungen der Kamera

2. Methode

  • Abstand zwischen Kamera und Trittschaum stimmt nicht
  • Trittschaum wird nicht senkrecht gehalten

3.2.Gips einscannen #

Stellen Sie sicher, dass Sie das Modul gestartet haben, indem Sie entweder auf der Startseite des GP Managers auf GP GipsScan geklickt haben, oder indem Sie im Modul GP FussMess die richtige Messmethode wählen.

Stellen Sie die Kinect so auf, dass keine direkte Sonnen- und Lichteinstrahlung vorhanden ist. Um genaue Messungen zu erhalten, sollte die Umgebung vor der Kinect im Abstand von 1,50 m frei von störenden Objekten sein.

  1. Stellen Sie den Drehteller auf eine Erhöhung von ca. 70 cm und fixieren Sie den Gips mit der Ferse nach unten auf dem Drehteller. Beachten Sie, dass der Gips in einem 45 – 60° Winkel auf dem Drehteller ausgerichtet ist. Die Kamera sollte etwas höher stehen als der Gips (siehe Abbildung 9).
    Aufbau-beschriftet

    Abbildung 9: Aufbau für einen GipsScan

  2. Der Raum hinter dem Gips sollte im Abstand von 90-110 cm frei von anderen Gegenständen sein. Andere Gegenstände könnten die Messungen behindern.
  3. Fixieren Sie die Kamera auf einem Stativ oder Wandhalterung, so dass die plantare Seite des Gipses zentral orientiert ist.
  4. Klicken Sie dann auf „Scanne Seite“ und erstellen Sie eine neue Messung.
    Scan-Diaslog

    Abbildung 10: GipsScan Dialog

  5. Es öffnet sich das Livebild-Fenster des 3D Scanners. (siehe Abbildung 10)
  6. Durch klicken auf die Taste „Wiederholen“ lässt sich der Messvorgang aktiv starten. Starten Sie den Messvorgang dann, wenn die plantare Seite des Gipses zur Kamera zeigt.
  7. Nach 1-2 Umdrehung können Sie die Messung beenden, indem Sie die „Strg“ Taste drücken.
  8. Es öffnet sich ein zweites Fenster. Hier hat man die Möglichkeit mit den roten Punkten den Fuß senkrecht und horizontal zu positionieren (siehe Abbildung 11).
    Plantar Messung übernehmen

    Abbildung 11: Dialog zum Positionieren des Fußes

  9. Im folgenden Fenster können Sie die Schnittlinien festlegen. Achten Sie darauf die obere rote Linie nicht höher als für die spätere dafo benötigt anzusetzen. Außerdem können Sie hier die Materialstärke angeben. Wollen Sie den Scan nutzen, um einen Leisten zu konstruieren, empfehlen wir hier eine Angabe zu machen. Die Materialstärke wird vom Scan abgezogen, so dass bei der Konstruktion in CAD diese nicht mit angezeigt wird.
    Finaler-Scan

    Abbildung 12: Finale Messung

3.2.1.Mögliche Fehler #

  • Abstand zwischen der Kamera und dem Gipses ist zu groß/klein
  • Es befinden sich weitere Objekte im Scanbereich, achten Sie darauf, dass der Raum hinter dem Gips frei ist.
  • Der Gips ist nicht richtig auf dem Drehteller positioniert, beachten Sie den Winkel den der Gips zur Kinect haben sollte.

3.3.Füße einscannen #

Stellen Sie sicher, dass Sie das Modul gestartet haben, indem Sie entweder auf der Startseite des GP Managers auf GP FussDirekt geklickt haben, oder indem Sie im Modul GP FussMess die richtige Messmethode wählen.

Stellen Sie die Kinect so auf, dass keine direkte Sonnen- und Lichteinstrahlung vorhanden ist. Um genaue Messungen zu erhalten, sollte die Umgebung vor der Kinect im Abstand von 1,50 m frei von störenden Objekten sein.

GP FussDirekt erlaubt es die Füße eines Patienten direkt einzuscannen.

  1. Halten Sie das Bein des Patienten so, dass es möglichst still liegt und möglichst keine störenden Gegenstände im Weg sind. Wenn Sie das Bein abstützen müssen, legen Sie eine Stütze möglichst nah am Knie an.
  2. Der Raum hinter dem Fuß sollte im Abstand von 90-110 cm möglichst frei von anderen Gegenständen sein. Andere Gegenstände könnten die Messungen behindern.
  3. Da der Fuß in dieser Position nicht belastet ist, empfiehlt es sich eine Stabile Glasscheibe zu nutzen. Diese können Sie gegen den Fuß drücken und so das Auftreten simulieren. Die Glasscheibe stört die Funktion der Kinect nicht.
  4. Halten Sie die Kinect, so dass die plantare Seite des Fußes zentral orientiert ist.
  5. Klicken Sie dann auf „Scanne Seite“ und erstellen Sie eine neue Messung.
  6. Es öffnet sich das Livebild-Fenster des 3D Scanners. (siehe Abbildung 10)
  7. Achten Sie darauf, dass die Ferse in dem Bild nach unten zeigt.
  8. Um bessere Ergebnisse zu erzielen können Sie die Kinect leicht bewegen. Nach 5 Sekunden beendet sich der Scan.
  9. Ist der Scan abgeschlossen setzen Sie die Linie für das Ballenmaß und die Fußachse. Klicken Sie anschließend auf „Fußachse senkrecht stellen

3.3.1.Mögliche Fehler #

  • Der Abstand zwischen der Kinect und dem Fuß wurde zu groß/klein gewählt.
  • Der Fuß muss in einem möglichst rechten Winkel zur Kinect gehalten werden. Ist das nicht der Fall, ist das Modell in CAD „schief“.
  • Wenn der Patient während der Messung seinen Fuß stark bewegt, kommt es zu einer ungenauen Messung.
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